Außergewöhnliche Pflanzen
Heilpflanzengarten
„Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen.“ Das stellte Hildegard von Bingen im 11. Jahrhundert fest. Heute steht fest, dass mit einer pflanzlichen Therapie von Krankheiten viele Symptome gelindert, der Einsatz von synthetischen Medikamenten reduziert und die Immunabwehr gezielt gestärkt werden kann. Im Hinblick auf Abhängigkeiten von Pharmaindustrie und globalen Handelsstrukturen, einem überlasteten Gesundheitssystem sowie teils nicht verhältnismäßigen Nebenwirkungen, erlebt der traditionelle Heilpflanzengarten heute ein Revival.
Unter Berücksichtigung der Umweltbedingungen, der Lebenssituation und möglicherweise vorliegendem Krankheitsbild, können aus einem extrem großen Spektrum von Heilpflanzen die Passenden für den heimischen Garten ausgewählt und mit etwas Knowhow zu Tees, Tinkturen oder Salben weiterverarbeitet werden.
Speisepilze züchten
Auch das Züchten von eigenen Speisepilzen erfreut sich unter ökologischen GärtnerInnen und SelbstversorgerInnen zunehmender Beliebtheit. Dass die Produktion eigener Pilze wie Austernseitligen und Shiitake in Hausgarten oder im geschützten Innenraum einfach so möglich ist, ist noch nicht sehr lange bekannt. Heute können einfache Pilzzuchtsets für Innenräume relativ preiswert im Internet bestellt werden.
Dennoch braucht es hier etwas Geschick und vielleicht auch eine Prise Glück, sodass ein bis dreimal in Folge geerntet werden kann. Wer jedoch längerfristig und auf Dauer deutlich günstiger eigene Pilze im Garten kultivieren möchte, sollte dort für ein passendes Habitat sorgen und mit Holzstämmen arbeiten. Mit grundlegendem Fachwissen, etwas Erfahrung und etwas Geduld können so auch größere Mengen wertvoller Speisepilze produziert werden.