Ein den ökologischen Prinzipien entsprechend bewirtschafteter Garten ist im Allgemeinen deutlich vitaler, als einer in dem den Bedingungen der Umwelt nicht genügend Rechnung getragen wird. Ein gesundes Bodenmikrobiom das nicht durch Pestizide, mineralische Düngemittel und intensive Bodenbearbeitung gestört wird, bringt gesunde Pflanzen mit einem stabilen Wurzelwerk hervor. Entlang der tiefreichenden und weitverzweigten Wurzeln wird Regenwasser in tiefere Bodenschichten geleitet. Der kostbare Oberboden wird nicht abgeschlämmt. Während Trockenperioden wird das Wasser aus der Tiefe von den Wurzeln wieder aufgenommen.
Somit ist ein ökologischer Garten deutlich resistenter gegenüber Extremwetterereignissen wie Dürreperioden, Hitzewellen und Starkregen. Diese Eigenschaft wird im zunehmenden Klimawandel immer wichtiger und bestimmt den Grad der Klimaresilienz im Garten.
Ein Waldgarten wird üblicherweise in oder direkt an einem bereits bestehenden Wald angelegt. Jedoch kann dieser auch auf einer herkömmlichen Gartenfläche etabliert werden, solange die Fläche groß genug ist und die Umgebungsbedingungen, wie Nachbarn oder umliegende Bebauung, es zulassen. Von der Neuanlage hin zu einem echten Waldgarten braucht es jedoch viel Zeit. Erst nach einigen Jahren können alle Vorteile eines solchen Konzeptes genutzt werden. Grundlegende Kenntnisse über Mischkultur-, Etagenanbau und Baumpflege sollten vorhanden sein.
Vorteile sind unter anderem ein tief durchwurzelter Boden mit einer hohen Wasseraufnahmekapazität, eine weiträumige Beschattung der umgebenden Fläche, ein kühleres Mikroklima im Sommer und ein wärmeres im Winter, eigenes Holz als
Brennstoff oder Baumaterial, ein Habitat für Vögel und viele andere Tiere, sowie diverse Früchte der Bäume und Sträucher.